Wohin mit dem Schauspielhaus? Chemnitz sollte mitreden!

WOHIN MIT DEM SCHAUSPIELHAUS

Das Chemnitzer Schauspielhaus ist in die Jahre gekommen. Dass über seine Zukunft gesprochen werden muss, steht außer Frage. Aber wenn am Ende 60, 70 oder sogar mehr als 80 Millionen Euro im Raum stehen, sollte nicht im kleinen Kreis entschieden werden. Dann gehören die Bürger einbezogen.

Die AfD Stadtratsfraktion Chemnitz hat dazu eine Bürgerumfrage gestartet. Zur Auswahl stehen unter anderem die Sanierung des bisherigen Standorts an der Zieschestraße, ein Teilabbruch mit Erweiterung oder ein Neubau beziehungsweise Umzug ins Kultur-Quartier-Spinnbau. Die von der Fraktion genannten Kosten liegen je nach Variante bei rund 62 Millionen, 81 Millionen oder 75 Millionen Euro.

Ein wichtiger Punkt darf dabei nicht untergehen: Die AfD-Fraktion bringt selbst einen weiteren Standort ins Gespräch. Geprüft werden soll ein Neubau auf der freiwerdenden Fläche des heutigen Busbahnhofs an der Straße der Nationen, direkt gegenüber dem Schillerplatz. Zentral gelegen, gut erreichbar, nah am Opernhaus und mit der Möglichkeit, den Brühl weiter zu beleben.

Gerade dieser Vorschlag sollte nicht vorschnell beiseitegeschoben werden. Wenn ohnehin hohe Millionenbeträge im Raum stehen, muss auch die Standortfrage offen diskutiert werden. Ein Schauspielhaus am heutigen Busbahnhof könnte Kultur, Innenstadt und Stadtentwicklung enger zusammenbringen als manche bisher favorisierte Lösung.

Eine Umfrage ersetzt keine Fachplanung. Sie kann aber zeigen, was den Chemnitzern wichtig ist: gute Erreichbarkeit, vernünftige Kosten, Barrierefreiheit, Aufenthaltsqualität und ein Standort, der zur Stadt passt. Diese Fragen gehören auf den Tisch, bevor der Stadtrat Fakten schafft.

Deshalb lohnt sich die Teilnahme an der Umfrage der AfD Stadtratsfraktion. Wer mitreden will, sollte die Gelegenheit nutzen. Es geht um Chemnitz, um Kultur und um den Umgang mit Steuergeld.

Hier gehts zur Umfrage: